Pink, Porky, Schnorki und die tolle Tine

Pink & Porky, Teil 1


Eine spannende Geschichte in 2 Teilen,
durchgehend gereimt!

Für Leser ab 9

Die zwei Brüder Pink und Porky
und ihr kleiner Spitz, der Schnorki,
treiben Späße, das ist klar.
Helfen wollen sie sogar
dem dicken Nachbarmädchen Tine,
dass bald es nicht mehr „dick“ erschiene.
Das muss doch spannend, lustig sein –
gereimt ist alles obendrein!

Pink & Porky, Teil 2

 

Leseprobe 1

Pink und Porky haben angefangen, mit Tine das Laufen zu üben. Doch schon der erste Schultag nach den Sommerferien bringt ihr
neuerlich Kummer.

„Was hast du, Tine? Etwa Kummer?“,
fragte Pink. Da sagte sie:
„In uns’rer Klasse, so ein Dummer
hat mich verspottet wie noch nie.
Er hat geschrie’n – das war nicht nett –,
ich wär’ jetzt dünner, trotzdem fett,
so fett wie eine alte Kuh.
Ach, was sagt denn ihr dazu?“

Porky meinte drauf geschwind:
„Dieser Spottkopf! Hach, der spinnt!
Die Frechheit tät’ ihm gleich vergeh’n,
wenn er dich laufen könnte seh’n,
denn du bist keine fette Tine –
nein, uns’re starke Laufmaschine!
Zum Wettlauf ford’re ihn heraus,
wenn er dich wieder spottet aus!“

Traurig wie der ärmste Tropf
schüttelte sie ihren Kopf.
„Viel zu langsam bin ich noch.“

„Tine, komm, du schaffst das doch!“
Pink fuchtelte mit seiner Hand.
„Auf, auf! Zur Übung wird gerannt!
,Laufmaschine‘ bist du schon.
Wir machen dich zur ,Laufkanon’‘!“

„Wau!“ Da bellte Schnorki heiter.
Fröhlich rannten sie jetzt weiter.
„Tine, du bist wirklich schnell“,
staunte Pink. Sie lachte hell.
„So schnell fast, wie ich schnaufen tu’!“

Porky fügte schlau hinzu:
„Wir müssen nie ein Auto kaufen,
denn wir können ja gut laufen.
Wir machen’s so wie unser Hund!
Zum Traurigsein gibt’s keinen Grund.“

Leseprobe 2

Wieder einmal ist Tines Tante mit der eingebildeten Kusine Helene auf Besuch gekommen.

Am Nachmittag, da wollte Porky
spazieren geh’n mit Pink und Schnorki.
Schau! Wer trat beim Nachbarhaus
aus der Haustür grad heraus?
Tine! – Leider nicht allein.
Das wär’ zu schön, um wahr zu sein.

Die zwei Gäste war’n dabei,
wie wenn es selbstverständlich sei,
dass Tine sollt’ sich um sie kümmern!
Ihre Hoffnung lag in Trümmern,
zu tauschen ihr „Helene-Leid“
mit „Pink- und Porky-Schnorki-Freud“.
Tine sollt’ – da half kein Streiten –
durch den Ort die Gäste leiten,
ihnen zeigen, was wo steht,
wohin ein jeder gerne geht.

Pink dachte nach, dann sagte er:
„Wir schleichen ihnen hinterher.
Doch halt! Nicht hinterdrein gleich traben!
Sie müssen einen Vorsprung haben.“

Zu Schnorki flüsterte Pink schlau:
„Schnorki, still jetzt! Schau!“
Der kluge Hund begriff genau:
„Bellen – nein, das darf ich nicht,
bis ,Schnorki, bell jetzt: Wau!‘ wer spricht.“

Tine, die das Städtchen kannte,
führte eilig ihre Tante
und Helene durch die Straßen.
Man hörte laute Autos rasen.
Die Verfolgung fiel jetzt leicht,
es war nicht nötig, dass man „schleicht“.

Die Verfolgten – welch ein Glück –
sah’n kein einzig’s Mal zurück.
Schnorki zerrte an der Leine –
die Freundin ging dort vorne! Seine!
So ein sonderbares Spiel:
Er durfte bellen nicht, nicht laufen –
was hatte das zuletzt als Ziel?
Sollte Schnorki etwa raufen?

Hu! Dort vorne kam – o Schreck! –
der lange Paul samt Hund ums Eck!
Beim Zebrastreifen gingen Tine
und Helene, die Kusine,
auf die and’re Seite schnell.

Pauls Hund blieb friedlich. Kein Gebell!
Die Tante war kurz steh’ngeblieben,
in die Handtasche zu greifen.
Ein Taschentuch zog sie heraus
und eilte übern Zebrastreifen,
war fast schon bei den Mädchen drüben.
Um die Ecke mit Gebraus
schoss ein rotes Auto her,
wie wenn ein Rennwagen es wär’.

Zwischen Schnorki und Pauls Hund Hasso kommt es nicht, wie befürchtet, zu einer Rauferei, es geschieht etwas viel Schlimmeres.

 

Hörproben aus diesem Buch

Band 1        Band 2