"Reimhansls Bande"

Druck, Zeichnungen und Einband von Toni Traschitzker

133 Seiten, DIN-A5

"Der Reimhansl ist überfallen worden ...."

Mit dieser Nachricht schockt Hansi seine Freunde. Zwei fremde Kerle haben den Alten niedergeschlagen - das behauptet zumindest Frau Steppmaier. Aber kann man ihr trauen? Hansis Freund Friedl traut ihr überhaupt nicht, er hegt sogar einen argen Verdacht gegen die "Habergeiß". Immerhin ist es noch nicht lange her, dass sie den Reimhansl bei der Gendarmerie angezeigt hat ...

 

Eine spannende Fortsetzung zum Buch "Der Reimhansl"!

Titelbild "Reimhansls Bande"

Leseprobe

Ausschnitt aus dem 15. Kapitel: "Schwerstarbeit"   

(Hansi und seine Freunde versuchen Bücher zu verkaufen, um dem überfallenen Reimhansl wieder zu Geld zu verhelfen. Dabei gerät die kleine Lina an zwei Burschen, die sie noch nie vorher gesehen hat.)

    „Lina, Achtung! Neue Kundschaft!“ Friedl deutete auf den Eingang zur Bahnhofshalle, wo gerade zwei Burschen aufgetaucht waren.
    Hurtig schnappte sich Lina aus Friedls Plastiktasche ein Buch, marschierte damit schnurstracks auf die beiden Burschen zu und rief fröhlich: „Schönen guten Tag, meine Herren! Darf ich euch etwas zeigen?“

    „Fahr ab!“, brummte der eine, der genauso blonde Haare wie Lina hatte, allerdings ganz kurz geschnittene.

    „Das müsst ihr euch erst einmal ansehen“, erwiderte Lina unbeirrt. Sie streckte dem zweiten Burschen das Buch entgegen und plapperte drauflos: „Schau her! Das hat mein Freund geschrieben, der Reimhansl. Der ist so ein lieber Mensch! Und der kann so lustig erzählen. Aber weißt du, den haben zwei Kerle überfallen und ausgeraubt. Zwei richtige Banditen! Das Sparbuch haben sie ihm weggenommen, stell dir das vor!“

Bild: Lina und die Motorradfahrer

    Der Angesprochene blickte hastig zu seinem blonden Begleiter.

    „Das ist schrecklich, nicht wahr?“, fuhr Lina fort. „Aber wir haben für den Hansl ein Buch gemacht, und das verkaufen wir jetzt, damit er wieder Geld kriegt. Da, schaut! Ein Buch kostet elf achtzig. Ihr könnt aber auch zwei haben.“

    „Fahr ab damit, wir können nicht lesen“, sagte der Blonde unfreundlich.

    „Ach wo – ihr seid doch alle in die Volksschule gegangen“, erwiderte Lina.

    „Nein, nur in die Teppenschule!“, behauptete der Freund des Blonden grinsend. „Da lernt man das Lesen nicht.“

    „Hör auf und komm weiter, du Tepp!“, knurrte sein Begleiter und zog ihn mit sich fort in die Bahnhofshalle, aus der sie gerade erst gekommen waren.

    „Ich glaub’ euch nicht!“, rief Lina den beiden enttäuscht hinterher, doch sie drehten sich nicht mehr nach ihr um.

    „He, Lina! Neue Kundschaft!“, lockte Friedl. Er zeigte auf eine ältere Dame, die sich in der Nähe auf einer der Bänke niedergelassen hatte. Lina rannte hin – und zwei Minuten später hatte sie wieder ein Buch verkauft.

    „Tüchtig, tüchtig, Schwesterchen!“, lobte Friedl. „Und was kommt jetzt?“

    Lina überlegte kurz, dann platzte sie heraus: „Sturm aufs Gefängnis!“

    „Hä???“ Die Freunde guckten sie verblüfft an.

Keinem von Linas Freunden ist das sonderbare Verhalten der beiden Burschen aufgefallen...

Bild: Trude und die Detektive

Zeichnung aus dem 10. Kapitel: "Spurensuche"

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