Tipps für Eltern und Lehrer 

von Toni Traschitzker

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"Schwache Helden" – das sind die Hauptpersonen in meinen Büchern; keine Superhelden, die mit jedem Schritt in ein neues unglaubliches Abenteuer stürmen, sondern "Alltagshelden": Schwächlinge, Angsthasen, Außenseiter. Alle haben etwas Gemeinsames: Sie sehnen sich nach Anerkennung; und keiner von ihnen gibt auf. Wer als Leser bereit ist, mit ihnen mitzudenken, mitzulachen, mitzufühlen, darf im Verlauf der Geschichte erleben, wie erhebend es ist, wenn man trotz seiner Schwächen besser wird,  stärker wird...

Sind mir solche Bücher gelungen?

Ich weiß nicht. Ich kann es nur hoffen – und ahne es immer wieder bei meinen Lesungen: So begeistern sich beispielsweise viele Volksschulkinder, die ältere Geschwister haben, sofort für Klausi im Buch "Das Geheimnis der alten Brücke", weil er so wie sie nicht immer als "der Kleine" und damit als der Dümmere gelten will.

"Wenn einer nur mehr spotten kann, ist er gewiss ein armer Mann." Manche junge Zuhörer finden bei meinen Lesungen diesen Satz des alten "Reimhansls" anfangs einfach als lustig. Doch am Ende der Geschichte, nach allerlei Aufregung um den verschollenen Alten, begreifen sie, was hinter dieser scheinbar harmlosen Reimerei wirklich steckt. – Vermutlich ist das auch ein Grund dafür, dass das Buch "Der Reimhansl" schon als Manuskript von der Kommission für Kinder- und Jugendliteratur (Wien) "Zur Drucklegung empfohlen" und 1997 in die Liste empfehlenswörter Bücher aufgenommen worden ist.  –  Die Frage einiger Schüler am Ende der Lesungen, wie es mit der "alten Habergeiß", einer Hauptperson des Buches, weitergeht, hat mich zu einer Fortsetzung angeregt: "Reimhansls Bande"

Gibt es Wunschmaschinen? Diese Frage macht vor allem Volksschulkinder neugierig, weil Pauli, der Held des Buches "Pauli und die Wunschmaschine", ebenfalls ein Volksschüler ist. Verblüffend für mich sind die vielen begeisterten Rückmeldungen zu dieser Geschichte von Erwachsenen – nicht nur von Volksschullehrern, die sich ja schon wegen ihres Berufs mehr als andere Erwachsene mit Kinderbüchern auseinandersetzen.

Witzig und spannend soll’s sein – und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr! Dieses Urteil trifft offenbar auch auf "Andi einmal anders" zu. Schon mehrmals haben sich Lehrer derselben Schulen dieses Buch für Lesungen gewünscht, weil es nicht nur eine Art Kriminalgeschichte ist, sondern auch mit dem Ausländer- und Drogenproblem zu tun hat. Gerade deshalb wurde es für zwei Klassen aus Kärntner Hauptschulen Ausgangspunkt für ein Unterrichtsprojekt. Außerdem ist das Buch nun auch in Blindenschrift erhältlich. (Nähere Auskünfte unter "E-mail"  auf der Seite http://www.bbi.at/deutsch/verlag.htm)

Wie in "Andi einmal anders" spielt auch in der Feriengeschichte "Geheimnis am See" der Kärntner Dialekt eine besondere Rolle und dazu gibt's als "sprachliche Draufgabe" auch ein wenig Englisch und ein bisschen Berlinerisch: Der (vermutliche) Gauner ist ein Engländer, der Berliner versucht als Privatdetektiv Diebe zu entlarven.

Viel Spaß bereiten Volks- und Hauptschülern bei Lesungen aus den "Ruinenrittern" die verrückten Einfälle des Hauptschülers Bernhard, der mit seinem Videofilm über den "Schrecklichen Kunibert" seinen Vorbildern aus "Action-Filmen" nacheifert. Das Buch ist allerdings genau das Gegenteil von Werbung für solche Art von Filmen. Mit Recht fragt sich Resi, eine weitere Hauptperson des Buches: "Muss es denn immer gleich quietschen und krachen und knallen und brennen und grausig sein?" Dass Mord und Totschlag nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, erkennt sogar Bernhard, als einer seiner Widersacher im Film von einem behinderten Kind gespielt werden muss, weil ein anderer Darsteller keine Lust mehr zum Mitmachen hat.

Kinder haben oft Angst. Wenn sie deswegen von ihren Spielgefährten ausgelacht werden, ist es doppelt so schlimm, und es ergeht ihnen so wie Oliver, dem "Helden" der Geschichte "Oll-All und der Wunderfreund". Er ist alles andere als ein Held, er ist ein "Angsthase", der immer nur davonrennt. Aus seiner Schwäche, immer nur davonzurennen, macht er allerdings eine Stärke: Er beginnt das Davonrennen zu üben und setzt sich insgeheim das Ziel, "Weltmeister im Davonrennen" zu werden.  (Zu diesem Buch habe ich auch ein Lese- und Würfelspiel entworfen.)

"Lustig soll’s sein auf der Welt!" Das wünscht sich nicht nur Sigi, genannt "Sigispitzpudelobermayer", sondern so mancher Jugendliche – zum Ärgernis von Eltern und Erziehern genau in jenem Alter, wo man ein bisschen "ernsthaft" werden sollte, weil man sich nun für einen Beruf entscheiden muss. Dem Sigispitzpudelobermayer ist zunächst alles "wurscht", er will nur seinen Spaß. Spaß kann aber kostspielig sein, und nachdem Sigis nicht gerade wohlhabende Tante das Taschengeld endgültig gestrichen hat, muss er zusehen, wie er zu Geld kommt. – Trotz des ernsten Hintergrundes löst dieses Buch bei Lesungen vor allem vor Schülern ab der 8. Schulstufe immer wieder Heiterkeit aus (und bei den Lehrern ebenso).

"Mein ist die Rache, redet Gott ..." Dieses Zitat aus der Ballade "Die Füße im Feuer" des Schweizer Dichters C. F. Meyer (1825 – 1898) bringt eine ungewöhnliche Wendung im Buch "Christoph und die Hollinger-Bande": Christoph Lesinger, "Primus" einer dritten Klasse, leidet unter seinem Peiniger Jürgen Hollinger, der mitten im Schuljahr vom Gymnasium in die Hauptschule versetzt worden ist. Jürgen schafft es, sich selbst zum Klassenliebling und Christoph zum Außenseiter zu machen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei eine Kanone. Zur Beschaffung des Schießpulvers braucht Jürgen die Hilfe eines Neunzehnjährigen. Christoph findet heraus, dass dieser Bursche auf die schiefe Bahn geraten ist und dass Jürgen seinetwegen dieselbe Gefahr droht.

Besonders auf Kinder, die lieber fernsehen statt lesen, geht mein Buch "Joggl und die Fernsehgeister" ein.  Erst eine Schreckensnacht "im" Fernsehapparat bringt den kleinen Joggl zur Einsicht, dass es außer dem Fernsehen auch noch andere schöne Dinge im Leben gibt.

Rauchen als Mutprobe  – nicht mitzurauchen als noch größere Mutprobe: Das sind Fragen, mit denen sich die dreizehnjährige Ella in meinem Buch "Ella jagt die Pfeifenheinis" auseinandersetzt. Aus einem Ferienspaß – "Pfeifenheinis" ärgern – wird für Ella bald eine ernste Sache, die ihre Freundschaften gefährdet. Ella versucht standhaft zu bleiben, selbst dann noch, als sich Polizei und Zeitungen bei ihr melden...

So mancher junge Fußballer glaubt seine Ausbildung vernachlässigen zu können, nur weil sich ihm die Gelegenheit bietet, in einem Verein viel Geld zu verdienen. Lange Zeit widersteht Lukas, der "Held" meines Fußballromans "Lugge haut drauf", dieser Versuchung – bis ihm ein zwielichtiger Freund allerlei Flausen in den Kopf setzt...

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Besonderer Buchtipp für Jugendliche und Erwachsene: "Störfi, der Autojäger"

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Sonderangebot für Schulen und Bibliotheken:

Zum Kennenlernen stellt der Frick Verlag kostenlos Restexemplare aus der 1. Auflage (alte Rechtschreibung) von "Andi einmal anders" und "Der Reimhansl" zur Verfügung.

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